Freitag, 31. August 2012

Engel und Joe - Kai Hermann

Engel und Joe: Nach einer wahren Geschichte - Kai Hermann


Klappentext:
Joe, die eigentlich Johanna heißt, hält es zu Hause nicht mehr aus und irrt ziellos durch Berlin. Als die 15-Jährige von Skinheads bedroht wird, tritt Engel dazwischen. Es ist Liebe auf den ersten Blick zwischen Joe und dem 17-Jährigen, der zu einer Punker-Clique auf dem Alex gehört. Doch kaum haben die beiden zueinander gefunden und sich geschworen, nie wieder auseinander zu gehen, ist ihre junge Liebe in Gefahr.

Autor: Kai Hermann
Kai Hermann 1938 in Hamburg geboren, war Redakteur und Korrespondent der Zeit sowie Chefredakteur von Twen. Er schreibt unter anderem für Spiegel und Stern. Er ist Autor zahlreicher Bücher und Drehbücher, darunter Christiane F.: Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (gemeinsam mit Horst Rieck) und Andi. Der beinahe zufällige Tod des Andreas Z., 16. Hermann erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Egon-Erwin-Kisch-Preis.


Mein Fazit:

Das Buch Engel und Joe basiert auf den fast zweijährigen Recherchen des Autors und damit auch auf einer wahren Geschichte. Im Mittelpunkt stehen Joe und Engel, deren Geschichte mich von Anfang an gefesselt hat.
Denn das Buch ist unglaublich lebensecht und so geschrieben, dass man mitten im Geschehen ist und nicht nur alles vom Rand betrachten kann. Man bekommt Einblicke in eine Welt, vor der man die Augen gerne verschließt und die für viele gar nicht zu existieren scheint. Die Obdachlosen Jugendlichen und sogar Kinder werden ignoriert und vergessen von der Gesellschaft. Doch Engel und Joe zeigt, dass auch diese Menschen ein Leben und ein Gesicht haben.

Die Charaktere fand ich hier wirklich sehr, na wie soll ich es ausdrücken, liebenswert und dadurch, dass das Buch in der Jugendsprache geschrieben war, konnte man sich auch sehr gut in Engel und Joe hineinversetzen.
Durchaus ein gutes Buch und auch sicher lesenswert, allerdings würde ich nicht so weit gehen und es zu den Besten auf diesem Gebiet zählen. Christiane F. Wir Kinder vom Bahnhof Zoo, welches vom selben Autor und Horst Rieck geschrieben wurde, fand ich persönlich nämlich noch einen Tick besser.

Aber auch Engel und Joe hat es in sich und ist kein Buch, dass man übersehen sollte. Was bei mir jedoch einige Fragen aufgeworfen hat war das Ende. Ich hätte gerne erfahren was mit Engel am Ende passiert ist und wie wirklich alles zu Ende gegangen ist. Inzwischen habe ich es durch Internet Recherche herausgefunden. Aber ich will niemandem vor dem lesen zu viele Informationen geben. Wen das Ende vom Ende interessiert kann mich gerne Anschreiben, dann kann ich den Link posten wo ihr nachlesen könnt wie es Engel und Joe nach dem buch ergangen ist, falls jemand Interesse hat.

Das Buch gibt es übrigens in mehreren Cover- Varianten. Dieses hier (siehe oben) ist das neuste und gängigste und die Auflage, die man in den meisten Buchläden findet. Ich habe noch eine alte Auflage aus dem Ullstein Verlag, aber drin steht sowieso das selbe. Und schön finde ich alle Cover, die ich von diesem Buch kenne.


Buchdaten:

Titel: Engel und Joe
Untertitel: Nach einer wahren Geschichte
Autor: Kai Hermann
Seitenzahl: 304
Verlag: Carlsen / Ullstein
Preis: 7,95 € / 8,99 €


Hier noch der Trailer zum gleichnamigen Film, der zwar sehenswert ist, sich aber nicht sonderlich an das Buch hält:

Freitag, 27. Juli 2012

Tod oder Liebe - Manuela Salvi

Tod oder Liebe - Manuela Salvi

Klappentext:
Wen soll er verraten: seine Familie oder das Mädchen, das er liebt?
Mafia und Liebe, Verbrechen und Leidenschaft: Vor dem Hintergrund einer höchst spannenden Handlung entwickelt sich eine große, eine unmögliche Liebe. Denn Bianca ist die Tochter eines Anti-Mafia-Richters und Manuel der Sohn eines Mafiabosses. Dennoch fühlen sich die beiden unwiderstehlich zueinander hingezogen. Aber Manuel kann nicht einfach aussteigen. Und sein Bruder wittert eine Chance, den verhassten Rivalen loszuwerden ...
Autorin: Manuela Salvi
Manuela Salvi wurde 1975 geboren und studierte Graphik und Kommunikation in Urbino. Mit zwölf Jahren schickte sie ihren ersten, 21 Seiten langen Jugendroman an ein großes Verlagshaus: Noch heute bewahrt sie die ermutigende Antwort auf. Ihre Karriere als Schriftstellerin begann jedoch erst viele Jahre und viele Berufe später, nachdem sie einige Zeit als Lehrerin am Gymnasium gearbeitet hatte.

Mein Fazit:
Schon der Titel und das tolle Cover des Buches haben mich angesprochen, als ich neulich durch die Buchhandlung streifte. Als ich dann den Klappentext gelesen hatte, war es um mich geschehen. Dieses Buch musste ich einfach haben. Mein erster Gedanke dabei war, dass es mich an die Simone Elkeles Bücher über die Fuentes Brüder erinnerte. Doch sobald ich Tod oder Liebe begann zu lesen, musste ich mir eingestehen, dass es zwischen den Büchern von Simone Elkeles und dem von Manuela Salvi keine bzw. kaum nennenswerte Parallelen giebt.
Denn Tod oder Liebe ist eine Klasse für sich. Das Buch spielt in Italien, was ich zudem auch sehr interessant finde. Schließlich spielen die meisten Jugendbücher in dieser Art ja in den USA oder auch mal in Deutschland. Die Kulisse war also schon einmal etwas anderes. Die Idee der Geschichte ist zwar nicht neu, aber auch noch lange nicht abgetreten.
Allerdings war mir Bianca, was durchaus an der Erzähler- Perspektive lag, bis zum Ende hin etwas fremd geblieben. Man hat nur immer kurz erfahren was sie denkt und fühlt und ich habe mir einfach gewünscht, dass ihre Entscheidungen besser erläutert werden, auch um diese nachvollziehen zu können. Was ich auch etwas schade fand war, dass die Beziehung von Bianca und Manuel sich so schnell entwickelte. Eben noch hatten sie kaum etwas miteinander zu tun und dann Zack! sind sie plötzlich zusammen.
Aber das sind auch die einzigen Minuspunkte von Tod oder Liebe. Denn es lässt sich durch die einfache und leicht verständliche Sprache gut lesen und baut Spannung auf und ich hatte keine Seite lang Probleme mich in die Geschichte einzufinden. Ich würde dieses Buch immer wieder kaufen und lesen. Besonders interessant und wichtig fand ich auch das Nachwort der Autorin, aber das sollt ihr selbst nach dem Buch lesen ;)
Buchdaten:
Titel: Tod oder Liebe
Originaltitel: E sará bello morire insieme. Una storia d`amore e di mafia
Autorin: Manuela Salvi
Verlag: S. Fischer Verlag FJB
Seitenzahl: 335
Preis: 14,99 €

Mittwoch, 18. Juli 2012

Gossip Girl 01. - Cecily von Ziegesar

Gossip Girl 01. Ist es nicht schön, gemein zu sein? - Cecily von Ziegesar


Lästern ist geil.
                      Lästern ist gut.
                                             Es lästert nicht jeder,
                                                                             aber cool ist, wer´s tut.


Klappentext:

Gossip Girl, so nennt sich die anonyme Beobachterin der hippen Teenie-Oberschicht von New York. Klatsch und Skandale sind bei ihr Programm. Und die Rückkehr des Luxus-Girls Serena nach New York ist da ein gefundenes Fressen. Denn es geht ums Ganze. Wird Serena trotz aller Intrigen von Blair wieder zum Star der Szene aufsteigen? Und welche Rolle spielt sexy Nate?


Autorin: Cecily von Ziegesar
Cecily von Ziegesar weiß genau, wovon sie schreibt. Wie ihre Figuren besuchte sie eine Elite-Schule der New Yorker Oberschicht. „Gossip Girl” machte sie zum Shootingstar der Teenie-Szene.


Mein Fazit:
Die Gossip Girl Bücher, wer kennt sie nicht? Egal ob die TV Serie oder die Buchreihe. Beides ein echter Hit und ich bin auch Fan von beidem. Gossip Girl ist einfach nur toll geschrieben und Cecily von Ziegesar weiß wirklich wie man Bücher für weibliche Teenager schreibt. Ich weiß, das klingt wie aus irgendeiner dummen Reklame. Aber die Gossip Girl Bücher muss man einfach gelesen haben.Vorallem die ersten beiden finde ich immer noch am besten. Auch wegen des unterhaltsamen Zickenkriegs zwischen Serena und Blair. Also wer es noch nicht getan hat; Lesen! Lesen! Lesen!
Mädels, holt euch die Gossip Girl Bücher, legt euch in die Sonne und fangt an zu lesen. Ich hab´s auch getan ;)
Ende und Over.

Buchdaten:

Reihe: Gossip Girl
Titel: Ist es nicht schön, gemein zu sein?
Autorin: Cecily von Ziegesar
Verlag: cbj
Seitenzahl: 245
Preis: Broschiert- 9,90 €   Taschenbuch- 6,95 €

Fragt mal Alice - Anonym

Fragt mal Alice

Klappentext:

Die 15-jährige Alice ist ein Teenager wie viele andere. Ihre Sorgen, Ängste und Geheimnisse vertraut sie ihrem Tagebuch an; ihre Stimmungen schwanken wie ihre Noten und ihr Gewicht, und vor allem der erste Liebeskummer macht ihr zu schaffen. Als man ihr in einer Clique ohne ihr Wissen LSD einflößt, ist sie geschockt und fasziniert zugleich. Einerseits sieht sie in Drogensüchtigen nur Dreck und Abschaum; andererseits erlebt sie durch LSD die Welt viel intensiver, sie sieht, hört und fühlt auf ihrem Trip Dinge, die sie noch nie wahrgenommen hat. Schließlich siegt die Neugier und Sehnsucht nach diesem Rausch: Sie probiert immer härtere Drogen aus und rutscht immer tiefer in den Strudel der Sucht hinein...

Fragt mal Alice
Autor/in:

Fragt mal Alice stützt sich auf das authentische Tagebuch einer Fünfzehnjährigen, die drogenabhängig war und an ihrer Sucht starb. Die Verfasserin bleibt deshalb anonym, Namen, Ort, Zeit und bestimmte Ereignisse wurden auf Wunsch der Angehörigen geändert.


Mein Fazit:

Fragt mal Alice ist kein normaler Drogenroman, wie z.B. das allseits bekannte Buch Christiane F. Wir Kinder vom Bahnhof Zoo. Denn es ist kein Roman. Das Buch besteht einzig und allein aus den Tagebuchaufzeichnungen der zu Anfang 15-jährigen Alice. Eine Tatsache die mich zuerst etwas skeptisch hat werden lasen. Aber ich glaube es ist ganz gut, dass Fragt mal Alice auf den, natürlich bearbeiteten, Tagebucheinträgen der Protagonistin besteht. So bekommt einen Einblick in ihre Gefühlswelt und kann Entscheidungen und Gedanken nachvollziehen oder erfahren warum sie etwas tut.
Mehr kann man zu Fragt mal Alice eigentlich gar nicht sagen. Nur, das die Geschichte am Ende unglaublich traurig ist, weil Alice es einfach nicht schafft. Eine Tatsache die schon vor dem ersten Tagebucheintrag klar gestellt wird. Aber genau das macht diese Geschichte so besonders. Denn sie ist wahr und sie hat kein Happy- End und auch kein offenes Ende. Einfach ein Buch, das nicht vor Erfahrungen mit Drogen warnt sondern welche weiter gibt. (Also Erfahrungen, nicht Drogen.) Ich fand das Buch einfach klasse, weil es zeigt wie schnell ein normales Mädchen aus der Mittelschicht abrutschen kann. Und vorallem, dass Alice kein Einzelfall ist. Denn es wird klar, dass niemand eine Garantie gegen die Drogenabhängigkeit hat, in die man nur durch eine Party oder die alt bekannten "Falschen Freunde" rutschen kann.
Ein gutes Buch, das nachdenklich stimmt.

Buchdaten:

Titel: Fragt mal Alice
Originaltitel: Go ask Alice
Autor/in: Anonym
Verlag: dtv pocket
Seitenzahl: 222
Preis: 5,95 €


Freitag, 15. Juni 2012

In Liebe, Brookly - Lisa Schroeder

In Liebe, Brookly - Liesa Schroeder

Klappentext:

Lieber Lucca,

ich vermisse dich.
Ich vermisse deine Augen
und die Liebe darin.
Ich vermisse deine Arme um mich.
Ich vermisse, wie geborgen
ich mich gefühlt habe bei dir.
Ich vermisse dich, Lucca.
Ich werde dich vermissen,
mein leben lang.

In Liebe,
Brooklyn.


Autorin: Lisa Schroeder
Lange Sommer voller Camping , Angeln, Lesen und Spielen in der Sonne – so sah Lisa Schroeders Kindheit aus. Heute joggt sie durch die Nachbarschaft, backt leckere Sachen, liest oder schaut sich Filme an, wenn sie nicht gerade an einem neuen Buch schreibt. Lisa Schroeder lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Söhnen im amerikanischen Bundesstaat Oregon.

Mein Fazit:
Das Buch beginnt mit dem 1. Januar, der Tag an dem sich der Tod von Brooklyn Freund, Lucca, jährt. Während sie diesen Verlust verarbeitet in dem sie dem verstorbenen Brife schreibt, lenkt Luccas Bruder Nico sich mit extremen Joggen ab. Dann aber erhält er Nachrichten von Lucca aus dem Jenseits, der sagt, dass Nico sich um Brooklyn kümmern soll...
Das besondere an diesem Buch ist nicht nur die Größe ( ca. 10 x 15 ), sondern auch das Format des Textes. Lis Schroeder schreibt nämlich in Versform, weshalb ich zunächst etwas skeptisch war. Doch meine Bedenken waren völlig unbegründet. Denn trotz diesem Schreibstil sind die Charaktere fein herausgearbeitet. Nicht zuletzt, weil das Buch abwechselnd aus der Perspektive von Nico und Brooklyn geschrieben ist. man kann die Trauer um Lucca von beiderseiten nachvollziehen und ist mitten in der Geschichte drin. ich konnte In Liebe, Brooklyn nicht mehr aus der Hand legen, bis ich es zu Ende gelesen hatte. Einfach nur ein tolles Buch. Lohnt sich auf jedes Fall es zu lesen. ( Auch wenn man darüber streiten kann, ob der Preis von 13, 95 € für so ein kleines Buch gerechtfertigt ist. )

Buchdaten:

Titel: In Liebe, Brooklyn
Originaltitel: Chasing Brooklyn
Autorin: Lisa Schroeder
Seitenzahl :429
Verlag: Loewe
Preis: 13, 95 €


Engel haben keinen Hunger - Brigitte Biermann

Engel haben keinen Hunger
Katrin L.: Die Geschichte einer Magersucht - Brigitte Biermann

Klappentext:
Katrin ist verhungert. Sie ist in ihrem Bett gestorben. Auf dem Nachtisch liegen Süßigkeiten; Tüten und Kartons mit Schleckereien stapeln sich im Jungmädchenzimmer. Eltern und Schwester sind zu Hause, Kühlschrank und Speisekammer sind wie immer gut gefüllt - aber nichts hat vermocht, den Tod von Katrin aufzuhalten.
Katrin war ein munteres, fröhliches Kind, wilder als ihre ältere Schwester und fordernder. Sie verstand es als kleines Kind und später als Jugendliche, Menschen für sich einzunehmen. Ihre Freundinnen wollten so sein wie sie: gescheit, künstlerisch begabt, sportlich fit. Nach dem großen, schlanken Mädchen mit der blonden Mähne drehten sich die Jungen auf der Straße um. Ihre Eltern liebten sie, ihre Schwester war ihre beste Freundin, das Leben lag mit all seinen Möglichkeiten vor ihr. Doch dann, nach einer gewöhnlichen Diät, gerät Katrin in den Sog ihres Hungerns, aus dem sie nicht mehr herausfinden wird.


Autorin: Brigitte Biermann

Brigitte Biermann absolvierte ein Jounalistik-Studium in Leipzig. 15 Jahre war sie für die Zeitschrift Brigitte als Gerichtsreporterin tätig. Sie ist Autorin mehrer Bücher, u. a. von "Frauen vor Gericht" und "Mütter und Söhne".

Mein Fazit:
Für das Buch Engel haben keinen Hunger sprach Brigitte Biermann mit den Eltern, der Schwester und Freunden und Bekannten von Katrin. Doch auch Katrins Tagebücher sind wichtige Quellen. Und das macht dieses Buch zu etwas ganz besonderem.
Denn die meisten Bücher über Magersucht haben ein "Happy -End" oder ein offenes Ende, das daraus besteht, dass die Betroffene gesund werden möchte. Bei Engel haben keinen Hunger weiß man schon, nachdem man den Buchdeckel gelesen hat, dass Katrin am Ende an ihrer Magersucht stirbt. Und das ist eine Tatsache die schockiert, schon bevor man das Buch anfängt zu lesen.
Zum Inhalt: Oftmals werden Tagebuchaufzeichnungen verwendet, was einen tiefen Einblick in die Gefühlswelt einer Magersüchtigen ermöglicht. Hier wird wohl zum ersten mal rein gar nichts beschönigt und auch gezeigt wie Angehörige und die Familie die Magersucht von der Tochter erleben.
Während viele anderen Bücher über Magersucht möglicherweise sehr sensible Menschen dazu animieren können ebenfalls abzunehmen, schreckt dieses hier ab. Man denkt am Ende und während des lesens: Nein, so will ich nicht enden!
Denn Katrins Geschichte erzählt von einer heimtückischen Krankheit, die zum Tod führen kann. Und bei Katrin hat sie das schließlich auch. Am Ende ( damit verrate ich nicht zu viel, das steht bei manchen Auflagen schon in der Beschreibung), zum Zeitpunkt ihres Todes, wiegt Katrin 27 oder 28 Kilogramm. Und mich schaudert es ehrlich gesagt, wenn ich mir ein 18-jähriges Mädchen vorstelle, das so mager ist.
Beim lesen wollte ich Katrin oft an den Schultern packen und sie anschreien, dass sie endlich essen soll. Man erfährt, hauptsächlich durch die persönlichen Tagebuchaufzeichungen, wie einsam Katrin durch die Krankheit wird, was mich persönlich auch sehr mitgerissen hat.
Dieses Buch ist wirklich nur zu empfehlen und steht in viel zu wenigen Buchläden.

Buchdaten:

Titel: Engel haben keinen Hunger
Untertitel: Katrin L. : Die Geschichte einer Magersucht
Autorin: Brigitte Biermann
Seitenzahl: 272
Verlag: Beltz & Gelberg
Preis: 7,95 €

Sonntag, 10. Juni 2012

Delirium - Lauren Oliver

Delirium [ amor deliria nervosa ] - Lauren Oliver

Klappentext:
Früher, in den dunklen Zeiten, wussten die Leute nicht, dass die Liebe tödlich ist. Sie strebten sogar danach, sich zu verlieben. Heute und in Lenas Welt ist Amor Deliria Nervosa als schlimme Krankheit identifiziert worden. Doch die Wissenschaftler haben ein Mittel dagegen gefunden. Auch Lena steht dieser kleine Eingriff bevor, kurz vor ihrem 18. Geburtstag. Danach wird sie geheilt sein. Sie wird sich nicht verlieben. Niemals. Aber dann lernt sie Alex kennen. Und kann einfach nicht mehr glauben, dass das, was sie in seiner Anwesenheit spürt, schlecht sein soll.
 
Delirium
 
 
              
       Autorin: Lauren Oliver
Schon als Kind hat Lauren Oliver leidenschaftlich gern Bücher gelesen und dann Fortsetzungen dazu geschrieben. Irgendwann wurden daraus ihre eigenen Geschichten. Sie hat Philosophie und Literatur studiert und kurz bei einem Verlag in New York gearbeitet. Lauren Oliver lebt in Brooklyn. Nach "Wenn du stirbst ..." ist "Delirium" ihr zweiter Roman.
 
Mein Fazit:
Ich muss vorweg sagen, dass ich kein großer Fan von Dystophien bin, sie aber trotzdem lese. Ich weiß das ist ein Wiederspruch in sich, aber egal.
Jedenfalls hat mich Delirium vollends überzeugt. Die Autorin beschreibt ein Leben in der die Liebe als Krankheit ( amor deliria nervosa) bekannt ist. Eine Krankheit die oftmals auch zum Tod führen kann, wenn man nicht durch einen operativen Eingriff geheilt wird. Doch trotz dessen konnte ich mich unglaublich gut in das Geschehen hinein versetzen und in Lena. Was mir zudem besonders gut gefallen hat ist, dass sich die Beziehung zwischen Lena und Alex langsam und nachvollziehbar entwickelt. Man hat nicht, wie bei manchen Liebesromanen, plötzlich den Eindruck etwas verpasst zu haben, weil die Hauptpersonen sich zwei Seiten vorher noch gar nicht kannten und jetzt schon Hals über Kopf verliebt sind.
Das war bei Delirium nicht so. Lenas Entscheidungen und Gedanken sind plausibel und definitiv nachvollziehbar. Ihre Gfühle für Alex werden genau beschrieben, sodass man auf keinen Fall den Eindruck gewinnt etwas verpasst zu haben.
Das Ende des Buches hat mich einfach nur umgehauen. Da wollte ich mich schon schön zurück lehnen, in dem Wissen, dass das Ende so wird wie wohl die meisten beim lesen erwarten. Und dann sowas...
Ich kann es kaum erwarten bis der zweite Band (Pandemonium) der Amor- Trilogie im November 2012 raus kommt. Also wirklich ein klasse Buch, an dem ich nichts zu mängeln fand.
 
Buchdaten:
 
Titel: Delirium
Untertitel: amor deliria nervosa
Autorin: Lauren Oliver
Seitenzahl: 409
Verlag: Carlsen
Preis: 18,90 €